Jahresbericht 2016

Neuer Vorstand gewählt

Am 30. April 2016, wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Damit ist der Generationswechsel vollzogen. Im Vorstand sind:
Tobias Keinath 1. Vorsitzender
Raimund Hopf 2, Vorsitzender
Uli Deisinger, Finanzvorstand
Birgit König-Jörg, Schriftführerin
Thomas Jörg, Walter Friedmann und Wilfried Ludwigs, Beisitzer
Ute Ludwigs und Annegret Klimek Kassenprüferinnen

Die Erkenntnis „Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“ wird nun überregional verbreitet. Aktionen in Rastatt, Bühl und Bruchsal sind der Start im zweiten Halbjahr 2016. Auf der Grundlage der Erfahrungen folgen andere Standorte. Freiburg, Karlsruhe und der Stuttgarter Raum sollen folgen.

Die am 23. April in Muggensturm vorgestellte Basis für Frieden Karte ersetzt die Vereinbarung mit mir selbst. Sie ist zugleich Erkennungszeichen und Orientierungspunkt:

Handball Spielgemeinschaft Hardt spendet:

 „Sport verbindet“ Flüchtlinge und Ihre Begleiter

Foto Klaus Hammer (v.l.n.r.): Tobias Keinath, Mitglied Basis für Frieden organisierte die Spendenverwendung; Walter Echle, Vorstand Frisch auf Bietigheim; Wilfried Ludwigs, Vorstand Basis für Frieden; Soja Herchenreder, Leiterin der DRK Kleiderkammer; Robert Höllig, Abteilungsleiter Handball TuS Durmersheim

Am Mittwoch, den 17. Februar 2016 übergab die Handball Spielgemeinschaft (HSG) Hardt ihre Spende von 1.800 € sowie Bekleidung, Spielsachen und Fahrräder nun offiziell an den Verein Basis für Frieden in Muggensturm. Die HSG Hardt – ein Zusammenschluss von Handballvereinen aus Bietigheim und Durmersheim – hatte Ende 2015 in vier Aktionen die Spenden für Flüchtlinge und ihre Begleiter gesammelt. Die Erfahrung, dass Sport Brücken zwischen allen Kulturen schlägt, veranlassten seiner Zeit Walter Echle, Vorsitzender des FA Bietigheim; Robert Höllig, Leiter der Abteilung Handball des TuS Durmersheim; Matthias Honold, Leiter der HSG; Hermann Schuster, Vorsitzender des Handball-Fördervereins sowie die Handball Herrenmannschaft zu verschiedenen Aktionen.

An den Heimspieltagen aller Mannschaften wurden verschiedene Gutscheinkarten, unter anderem für ein Paket aus Eintritt, belegten Brötchen und Getränk verkauft. Die Hälfte jedes Gutscheinbetrags floss in den Spendentopf. Unter dem Slogan „Har(d)ter Einsatz für Flüchtlinge“ wurden Armbänder verkauft. Am letzten Heimspieltag der Herrenmannschaft spendeten Sponsoren für jedes erzielte Tor. Und aus der Mannschaftskasse kamen 200 € dazu. Der Internetaufruf der Spielgemeinschaft bewirkte viele Sachspenden, d.h. Bekleidung, Spielsachen und auch Fahrräder.

Basis für Frieden aus Muggensturm erklärte sich bereit, die Spenden zweckbestimmt Geflüchteten und ihren Begleitern zukommen zu lassen:

- Nach Rücksprache mit den verschiedenen Organisationen im Landkreis Rastatt übernahm die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Rastatt die Bekleidung sowie die Spielsachen. Sie wurden gesichtet, sortiert, sofern erforderlich gereinigt und Bedürftige, insbesondere auch Geflüchtete weitergegeben.

- Die gespendeten Fahrräder wurden fachmännisch instandgesetzt und verkehrssicher übergeben. Empfänger waren zwei Brüder aus Syrien, der Verein für systemische Jugendhilfe Rastatt sowie das ehrenamtliche Fahrrad-Team für Geflüchtete in Rastatt.

Mit dem Spendengeld wurden für verschiedene Geflüchtete bezahlt
- ein zusätzlicher Deutschkurs für unbegleitete Jugendliche
- ein Laptop für Jugendliche
- das verkehrstüchtig machen der Fahrräder
- Fahrtkosten zum Deutschunterricht, Behördengänge, Unterrichtsmaterial
- Kursgebühren
- 200 € wurden von der HSG Hardt direkt einer Hebamme gegeben, die sich ehrenamtlich um schwangere Geflüchtete und ihre Neugeborenen kümmert.


„Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“

- der Vorstand von Basis für Frieden stellt die Weiche

Vereinsskulptur

Zweck des 2010 gegründeten Vereins Basis für Frieden ist „die Förderung des friedvollen und wertschätzenden Miteinanders der Menschen im Alltag. In einer Vereinbarung mit sich selbst verpflichtet sich jedes Mitglied seine eigenen Werte zu erkennen, sie zu achten, sich selbst wertzuschätzen sowie Verantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Jedes Vereinsmitglied verbreitet die Botschaft, dass das respektvolle alltägliche Miteinander der Menschen die Basis für den Frieden zwischen Völkern und Religionen ist.“ (Satzungsauszug)

Der Vorstand beschloss am 12. Januar 2016 die Weiche in eine neue Phase der Vereinsentwicklung zu stellen. Er schlägt der Mitgliederversammlung vor das Unterzeichnen dieser „Vereinbarung mit mir“ nicht mehr zur Voraussetzung für die Mitgliedschaft bei Basis für Frieden zu machen. „Wir sind täglich auf dem Weg zum friedlichen Umgang mit uns selbst“ sagt Wilfried Ludwigs der bisherige Vorsitzende. „Das beweisen auch unsere Vereinsmitglieder immer wieder. Auch unser Leben besteht aus friedlicheren und weniger friedlichen Zeiten. Die Unterschrift unter die ‚Vereinbarung mit mir‘ war bisher Hürde, manchmal Abschreckung und insbesondere in der letzten Zeit auch Grund für den Vereinsaustritt. Eigentlich soll sie Ansporn, Erinnerung oder Ausdruck einer inneren Einstellung sein, die hilft das gesunde Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Hell und Dunkel sowie Krieg und Frieden zu finden und zu bewahren.“

Der Verein soll sich nach den Vorstellungen der Vorstandsmitglieder und im Sinne des Vereinszwecks in der nächsten Entwicklungsphase öffnen und wachsen. Die Erkenntnis „Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“ braucht mehr engagierte Mitmacher, die diese Erkenntnis teilen und in ihrem Alltag mit sich selbst und ihren Mitmenschen anwenden.

Mit verbesserten Internet-Programmen und systematischer Öffentlichkeitsarbeit will Basis für Frieden diese Botschaft nun auch überregional verbreiten. In Veranstaltungen und Angeboten sollen Mitglieder und Freunde mehr Möglichkeiten zur Begegnung und zum Erfahrungsaustausch mit „Gleichgesinnten“ haben. So soll die Erkenntnis „Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“ begeisternd von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.

Die „Weichenstellung“ ist auch mit einem Generationswechsel verbunden. Die Vorsitzende Wilfried Ludwigs und Uli Deisinger werden bei der nächsten Mitgliederversammlung im April 2016 nicht mehr kandidieren. Die „junge Generation“ soll die nächste Entwicklungsphase prägen. Alle Menschen, die die Erkenntnis „Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“ teilen, sind herzlich eingeladen bei Basis für Frieden Mitglied zu werden.

Die Vereinsskulptur zeigt einen Menschen, der in seiner Form auf das Wesentliche reduziert ist. Der Körper ist aus Holz, der Geist eine Edelstahlkugel und die Seele eine Öffnung. Wenn man in die Öffnung blickt, sieht man in das Innere des “Menschen”. Gleichzeitig sieht man durch diese Öffnung die ganze Welt. Der Einzelne trägt sozusagen die Welt in sich.

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